Als dritte Kunstgattung erarbeitete sich Pfisterer das radieren. Im Laufe vieler Jahre entstanden ca. 550 verschiedene Radierungen, die meisten davon Motive aus dem Vogelsberg. Die Technik der Radierung Dazu wird die Platte mit einer Wachs- oder Lackschicht überzogen. In diese Schicht wird mit einer spitzen Nadel das Motiv hineingezeichnet bzw. leicht angeritzt, wodurch das Metall freigelegt wird. Anschließend in ein Säurebad gelegt, frißt die Säure an diesen freigelegten Stellen, wobei die Vertiefungen entstehen. Es ergeben sich, abhängig von der Dauer, der Säure und der Art des Abdecklacks, breitere oder feinere Linien. In diese wird nach Befreiung der Platte vom Abdecklack die Farbe mit dem Handballen eingeschmiert. Nun wird die Oberfläche von der Farbe befreit, sie bleibt nur noch in den eingeätzten Vertiefungen hängen und ist nun druckfertig. Beim Abdruck mit einer Walze unter hohem Druck presst sich die Farbe in das angefeuchtete Papier, die eingeritzten Linien sieht man nun im Negativ auf dem Papier. Es gibt natürlich eine Reihe von Sonderformen dieser Techniken. Wie in der Biografie beschrieben hat Pfisterer auch einige entwickelt. Nachfolgend einige Arbeitsproben aus einem umfangreichen Oeuvre. Unter der Abteilung Verkaufsgalerie haben Sie die Möglichkeit der Online Bestellung von originalen Radierungen die zum Teil in kleinen Restmengen jetzt wieder erhältlich sind. Über 15 Jahre hat Pfisterer mit dem Vermarkten seiner Radierungen ausgesetzt. Nachfolgend einige herausragende Arbeitsproben. Hier ist die Abteilung die die Technik der Radierung vorstellt. Nachdem Sie nun erfahren haben wie man eine Radierung hergestellt sollen Sie nun einige herausragende Arbeiten aus dem Werk des Radierers Pfisterer betrachten können. Beginnen werden wir mit einem Hauptwerk, der sogenannten Andacht. Eines der teuersten Blätter aus der gesamten Kollektion ist es auch ein Zeitdokument, handelte es sich doch um die Bewohnerin der sogenannten Teufelsmühle aus Ilbeshausen- Hochwaldhausen. Sie ist ebenfalls bereits verstorben. Dieses Blatt ist mit 40x30cm eine der größten Platten die Pfisterer je gekratzt hat. Die Arbeit an dieser Platte zog sich über Monate hin, und es gibt eine unglaubliche Anzahl von Probedrucken zu dieser Radierung.